Lieber jetzt als später – Index prophezeit: Günstiger als jetzt wird ihre Traum-Immobilie nie wieder

Günstiger als heute wird die Wunsch-Immobilie kaum mehr zu haben sein. Wann die Chance nutzen – wenn nicht jetzt? Die Prognosen sagen: Schon bald könnte es schwieriger werden, an sein Eigenheim zu kommen.

Quizfrage: Waren die Zinsen in Deutschland vielleicht schon einmal niedriger als heute? Klare Antwort: Nein, so tief standen sie noch nie. Seit mehr als 30 Jahren wird Geld in der Bundesrepublik immer billiger. Unterbrochen nur von zwischenzeitlichen Anstiegen, sind die Zinsen immer weiter gesunken.

Und wenn etwas so lange im eigenen Sinne läuft, dann sollte man dem nicht immer nur zuschauen, sondern die Gunst der Stunde nutzen und aktiv werden. Das gilt für alle, die sich für den Erwerb einer Immobilie interessieren. Nicht weniger als 84 Prozent der Deutschen sind der Überzeugung, dass sich ihr Wohntraum am ehesten im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung verwirklichen lässt, ergab eine Umfrage für den Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Auch drei Viertel aller befragten Mieter würden demnach lieber in den eigenen vier Wänden leben. Kinder verstärken diesen Wunsch noch: Fast 90 Prozent der Mieter mit Kindern träumen vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung.

Den Traum können die Deutschen so gut verwirklichen wie kaum je zuvor – obwohl Wohnungen und Häuser gerade in begehrten Lagen in den vergangenen Jahren schon teurer geworden sind. Das beweist der sogenannte Erschwinglichkeitsindex des Immobilienverbands Deutschlands (IVD). Die Ursache dafür sind vor allem die immer weiter sinkenden Zinsen, aber auch steigende Gehälter. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer Kennzahl zusammen. Je höher diese Kennziffer, desto leichter kann der durchschnittliche Haushalt in Deutschland ein Eigenheim erwerben. Der Index steht fast auf Rekordwert – Kaufen ist also so günstig wie selten zuvor.

 

Ohne Einschränkungen zum Eigentum?

Zu Recht sehen viele angehende Immobilienbesitzer eine gute Gelegenheit, um jetzt zuzugreifen: Mehr Menschen als noch vor einem Jahr rechnen damit, dass sie für den Kauf einer Immobilie ohne finanzielle Einschränkungen auskommen. Das belegt das Immobilienbarometer, eine von ImmobilienScout24 und Interhyp im August durchgeführte repräsentative Studie unter 2000 Immobilieninteressenten.

Knapp zwei Drittel aller Befragten sind davon überzeugt, dass sie sich nach dem Immobilienerwerb nicht finanziell einschränken müssen (62,5 Prozent). 2013 dachten dies noch 54,9 Prozent. „Angehende Eigenheimbesitzer sollten die Gelegenheit jetzt nutzen, um ihre geplante Baufinanzierung gründlich durchchecken zu lassen“, rät Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp, einem der Spezialisten für die private Baufinanzierung.

 

70 000 Euro mehr Haus leisten

Dank der rekordtiefen Zinsen kann man sich jetzt reichlich Haus leisten: Wer heute 800 Euro Miete bezahlt, diese Summe in die Finanzierung und Rückzahlung eines Kredits investiert und zusätzlich 30 000 Euro Eigenkapital mitbringt, bekommt beim aktuellen Zinsniveau von 2,20 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent ein 15-jähriges Darlehen in Höhe von 228 500 Euro. Steigen die Zinsen nur um einen Prozentpunkt auf das Niveau, das vor einem Jahr herrschte, sind nur noch 184 600 Euro Kredit drin. Ein Zinssatz von 4,2 Prozent erlaubt gar nur noch 154 800 Euro Kredit.

 

Vorsicht vor einer schnellen Wende

Anders ausgedrückt: Ein 200 000-Euro-Kredit mit 15 Jahren Zinsfestschreibung zu 2,3 Prozent Zins und zwei Prozent Tilgung verteuert sich von einer Monatsrate von 715 Euro sprunghaft um fast die Hälfte auf 1048 Euro, wenn das Zinsniveau nur um zwei Prozentpunkte zulegt. 2011 beispielsweise lag das Zinsniveau noch um zweieinhalb Prozentpunkte höher als heute. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, Maßstab für langfristige Zinsen, sprang zwischen 2012 und 2013 schnell einmal um fast einen Prozentpunkt nach oben. Eine Zinswende kann also unerwartet und sehr rasch erfolgen.

Wer sein Wunschobjekt gefunden hat, sollte daher schnell eine Baufinanzierung anpeilen, gratis von den Interhyp-Spezialisten durchleuchten lassen – und dann rasch handeln, wenn alle Parameter passen.

 

Artikel-Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/

Immobilienerwerb – Worauf Verbraucher beim Hauskauf achten müssen

 

Angesichts der Unsicherheit an den Finanzmärkten setzen viele Deutsche auf „Betongold“. Doch auch Erwerb und Besitz von Immobilien haben ihre Tücken. Mit diesen Regeln lassen sich Überraschungen vermeiden.
Der Trend zum Hauskauf ist ungebrochen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Erwerb einer Wohnung oder eines Hauses und sehen darin eine sinnvolle Kapitalanlage. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Käufer einige Regeln beachten. Robert Litwak, Immobilienfachmann und Geschäftsführer von „vermietsicher.de“, gibt fünf grundlegende Tipps:

  • 1. Mängel an der Immobilie vor dem Kauf erkennen

„Bevor eine Wohnung oder ein Haus erworben wird, hat eine gründliche Besichtigung des Objektes oberste Priorität. Schließlich will niemand die Katze im Sack kaufen und erst im Nachhinein etwaige Mängel aufdecken. Dabei kommt der Lage eine absolute Schlüsselfunktion zu. Ist die Verkehrsanbindung günstig? Sind in der Nachbarschaft weitere Bebauungen in Planung? Lassen Autobahnen oder stark befahrene Straßen in der Umgebung auf Lärmbelästigungen schließen? Diese Kriterien haben erheblichen Einfluss auf den Wert einer Immobilie. Bei der Vermietung können sie unter Umständen zu niedrigeren Einnahmen führen als erwartet.“

  • 2. Nebenkosten nicht aus den Augen verlieren

„Ist die Wunschimmobilie gefunden und der Kaufpreis angemessen, gilt es, auch die anfallenden Nebenkosten von rund zwölf Prozent des Preises im Blick zu behalten. Kostet eine Immobilie zum Beispiel 300 000 €, müssen Nebenkosten in Höhe von 36 000 € einkalkuliert werden. Diese setzen sich zusammen aus den Kosten für den Makler (zwischen drei und sieben Prozent), der Grunderwerbssteuer (zwischen 3,5 und fünf Prozent, je nach Region) sowie den Notarkosten (1,5 Prozent), die in aller Regel auch die Kosten für die Eintragung ins Grundbuch enthalten (0,5 Prozent). Nur wer diese zusätzlichen finanziellen Aufwendungen von vornherein in seinem Budget berücksichtigt, wird beim Kauf kein blaues Wunder erleben.“

  • 3. Konditionen der Banken vergleichen

„Nachbarn oder Arbeitskollegen sind nicht die richtigen Berater, wenn es um die Auswahl einer Bank geht. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und finanzielle Möglichkeiten, denen Banken mit verschiedenen Angeboten entgegenkommen können. Daher ist es ratsam, sich im Vorhinein bei verschiedenen Kreditinstituten über die Bedingungen zu informieren und verschiedene Angebote zu vergleichen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Interessen von Verbraucher und Bank völlig gegensätzlich sind: Während für den Kreditinteressenten eine günstige Finanzierungbei hoher Flexibilität im Vordergrund steht, bevorzugen Banken einen geringen Spielraum der Kunden und hohe Zinsen.“

  • 4. Augen auf bei der Mieterwahl

„Da die Zuverlässigkeit des Mieters letztlich darüber entscheidet, ob der Neu-Vermieter seinen Kredit an die Bank zurückzahlen kann, sollte dieser sorgfältig gewählt werden. Neben dem persönlichen Eindruck, der unbedingt positiv ausfallen sollte, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die dem Eigentümer helfen, mehr über den Wohnungssuchenden zu erfahren. Eine Schufa-Auskunft informiert über die Zahlungsmoral eines potenziellen Mieters. Anhand der letzten drei Gehaltsnachweise lässt sich feststellen, ob der Wohnungsbewerber sich in einem festen Arbeitsverhältnis befindet, ein regelmäßiges Einkommen hat und in der Lage ist, die monatliche Miete aufzubringen. Darüber hinaus können Mieter mit der Mietschulden-Freiheitsbescheinigung demonstrieren, dass sie sich bei vorherigen Vermietern nichts zu schulden kommen ließen.“

  • 5. Absicherung der Mieteinnahmen
„Soll der Immobilienkredit durch Mieteinnahmen zurückgezahlt werden, ist es wichtig, dass diese abgesichert sind. Auch eine umfassende Recherche über den Mieter bietet keine absolute Sicherheit. Die Gefahr durch Mietausfälle und Mietnomaden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dabei beträgt die Dauer von Mietausfällen durchschnittlich 11,3 Monate. Vermieter können mit dem Abschluss einer Mietausfallversicherung vorbeugen: Die Versicherung springt im Schadensfall sofort ein und sichert die fortlaufende Kredittilgung.“

Erstmalig veröffentlicht auf: http://www.focus.de

Vermietete Immobilien – So finanziert sich Ihre Wohnung von selbst

Der Wohnungsmarkt boomt. Doch kann sich eine Immobilie, die ich vermiete, fast von selbst finanzieren? Sie kann – und hier steht, wie das geht.
Wohungen und Häuser sind gefragt wie seit langem nicht mehr. Die Preise steigen. Platzt hierzulande also bald einen Immobilienblase? Nein, sagen Experten, weil es keine Blase gibt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln belegt: Trotz extrem niedriger Zinsen ist weder eine expansive Kreditvergabe noch eine sehr hohe Kauf- und Wiederverkaufsrate zu beobachten. Das bestätigt auch Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD): „Von einer viel zitierten Blasenbildung kann in Deutschland keine Rede sein. Die Preisanstiege sind Bestandteil eines längst überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte.“ Investoren können also kaufen, müssen aber Spielregeln beachten – und können dann Nachsteuerrenditen von mehr als vier Prozent nach Steuern erzielen. Wo ist das derzeit sonst drin? Der Clou: Der Vermögensaufbau kann sich mit minimalem eigenem Aufwand finanzieren, wenn ein sehr solventer Investor das Projekt ohne Eigenkapital finanziert.

Für das Projekt Mietimmobilie gelten die alten Immobilien-Grundsätze: „Die Lage des Objekts ist neben dem Zustand, der Ausstattung und der Vermietbarkeit ein entscheidendes Kriterium für die dauerhaft gute Rendite“, sagt Steuerberater Daniel Frischkorn von Ecovis in Berlin. „Eine Immobilie sollte sich grundsätzlich auch ohne Steuerersparnis rechnen – dieser Steuervorteil sollte netter Nebeneffekt sein, nicht aber nötige Voraussetzung“, so der Experte. Continue reading

Immobilienbarometer: Baugeldzinsen als Boomfaktor für Immobilien

Immobilieninteressenten begründen ihren Kauf zunehmend mit günstigen Finanzierungszinsen. In der aktuellen Umfrage „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24 nennen 44 Prozent der Befragten die günstigen Baugeldzinsen als Kaufmotiv. In der ersten Umfrage vor drei Jahren führten nur knapp 39 Prozent der Interessenten diesen Grund an. Das entspricht einer Zunahme von mehr als zehn Prozent. Für das aktuelle Immobilienbarometer wurden im März 2013 rund 3.700 Kaufinteressenten befragt. Continue reading