Tipps für die Wohnungssuche – Diese neun Fragen müssen Sie bei der Wohnungsbesichtigung unbedingt stellen

Auch wenn die Wohnung noch so schwer zu finden war und eigentlich perfekt passen würde, sollten Sie nicht sofort zusagen. Stellen Sie erst dem Makler oder Vermieter diese Fragen – und entscheiden Sie dann, ob Sie die Wohnung wirklich noch haben wollen.

1. Welche Wohnungsgröße steht im Mietvertrag?

Die Angaben zur Wohnungsgröße in Annoncen sind nicht bindend. Entscheidend ist die Quadratmeterzahl im Mietvertrag. Und selbst diese Zahl muss nicht stimmen. Abweichungen von bis zu zehn Prozent von der tatsächlichen Größe sind erlaubt. Eigentlich müssten Sie die Wohnung also noch einmal selber nachmessen – aber das ist natürlich beim ersten Besichtigungstermin, wenn vielleicht noch andere Interessenten durch die Räume laufen, schwierig.

2. Wie hoch ist die ortsübliche Miete?

Auch wenn die Wohnung im ersten Augenblick günstig erscheint: Schnell kann es damit vorbei sein. Liegt die Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, kann der Eigentümer sie nach einem Jahr auf das übliche Niveau anheben – allerdings nicht um mehr als 20 Prozent pro Erhöhung. In einigen Ballungsräumen liegt die Grenze bei 15 Prozent.

3. Auf welcher Basis wurden die Nebenkosten berechnet?

Die Betriebskosten und die Kosten für Heizung und Wasser machen inzwischen einen erheblichen Teil der Miete aus. Vor dem Bezug der neuen Wohnung sollten sich Mieter daher erkundigen, auf welcher Basis die Nebenkosten geschätzt wurden. Wurden sie einfach nur vom Vormieter übernommen? Sind die Nebenkosten zu knapp kalkuliert, drohen hohe Nachzahlungen.

4. Kann ich den Energieausweis sehen?

Seit Mai 2014 braucht jedes Haus einen Energieausweis. Er gibt Auskunft darüber, wie gut das Haus gedämmt ist. So erhalten Sie einen Eindruck davon, welche Heizkosten auf Sie zukommen. Zur Orientierung gilt: Die Skala reicht von A+ bis H, ein Wohngebäude mit einem durchschnittlichen Verbrauch liegt in Klasse E. 

5. Sind Haustiere erlaubt?

Grundsätzlich dürfen Eigentümer zwar Haustiere nicht verbieten. Dennoch ist die Zustimmung nötig, wenn Sie Hund oder Katze mitbringen wollen. Wenn Sie vorher fragen, erspart Sie sich Ärger und böse Überraschungen.

6. Darf ich den Garten nutzen?

Wenn zu der Wohnung ein Garten gehört, sollten Sie nicht einfach davon ausgehen, ihn auch nutzen zu dürfen. Besser diesen Punkt klären, bevor es nach dem Einzug eine Enttäuschung gibt.

7. Was sagt der Mietvertrag zu Mieterhöhungen?

Manchmal ist die Miete an einen Index gekoppelt. Sie steigt dann zum Beispiel im Gleichklang mit der Inflationsrate. Auch Staffelmieten gibt es. Hier wird bereits bei Vertragsabschluss vereinbart, wann und in welchem Umfang die Miete steigt.

8. Muss ich Schnee schippen oder das Treppenhaus putzen?

Im Winter früh aufstehen, um den Gehweg zu räumen? Am Wochenende das Treppenhaus säubern? Nicht jeder möchte das. Daher vorher klären, ob es einen Winterdienst, Hausmeister oder eine Putzkraft gibt.

9. Darf ich mir noch den Keller anschauen?

Mit einem Gang in den Keller gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie dort wirklich Sachen unterstellen können und es kein feuchtes Loch ist. Ähnlich wie beim Garten ist wichtig, dass klare Vereinbarungen für die Nutzung getroffen werden. Das gleiche gilt – so vorhanden – auch für den Dachboden.

 

Adresse der Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/suche-nach-einer-wohnung-diese-neun-fragen-muessen-sie-unbedingt-bei-der-wohnungsbesichtigung-stellen_id_4235074.html

Ungewöhnlich wohnen

Hausboot, Feuerwache oder Baumhaus? Einige Menschen bewegen sich in einem ganz anderen Wohnambiente, als der Ottonormalbürger. Oft haben sie sich damit einen Wunsch erfüllt.

Manche Menschen mögen es lieber ungewöhnlich. Bunte Klamotten, Irokesenschnitte und auffällige Tattoos sind aber nicht alles. Mietswohnung oder Einfamilienhaus entsprechen manchmal nicht der Wunschvorstellung. In der Metropolestadt Berlin, in der es sowieso schon verrückter zugeht als anderswo, gibt es zahlreiche Hausboote auf der Spree. Bis auf das leichte Schaukeln, welches die Wasserbewegung mit sich bringt, ist das Hausbootleben aber gar nicht so anders, als in einer Mietwohnung. Die Kosten sind oft ähnlich, nur die Winter sind kälter und im Sommer kann man sich vom Wohnzimmer aus direkt im kühlen Nass erfrischen.

Gebäudeumnutzungen

Sobald die Schulzeit vorbei ist, will man die Schule eigentlich nie wieder betreten. Eine Berliner Rechtsanwältin wohnt sogar in einer, wie die Berliner Zeitung berichtet. Das Flair der alten Zeit ist erhalten geblieben. Stühle und Tische, an denen früher gelernt wurde, sind nun zu einer Essgruppe umgenutzt worden. Verlassene Schals hängen noch auf den Fluren und an den Tafeln stehen lustige Sprüche. So eine Umnutzung, allerdings nur temporär, kommt auch flexiblen Personen zugute, die nicht so viel Miete zahlen und dennoch ungewöhnlich wohnen wollen. Als Hauswächter bewachen sie Schlösser, Feuerwachen und Klöster solange, bis sie wieder vermietet oder verkauft sind.

Wo kreative, junge Köpfe aufeinander treffen, entstehen oft interessante Wohnkonzepte. In einer Berliner WG wird das Konzept des funktionalen Wohnens (FuWo) gelebt. Hier wird alles geteilt. Es gibt keine eigenen Zimmer, diese sind eher nach Funktionen geordnet. Es gibt einen Raum für Anziehsachen. Es kann sich jeder aussuchen, worauf er gerade Lust hat. Nachts schläft man in dem Bett, was gerade noch frei ist, oder einem am Besten zusagt. So verschieden die Wohnkonzepte auch sind, gemeinsam haben sie, dass sie die Bewohner glücklich machen.

Mieten und Kaufpreise – Dortmund und Berlin – Auch in diesen Städten tobt der Immobilienwahnsinn

In Deutschland zieht es immer mehr Menschen in die Metropolen. Das lässt die Preise für Wohneigentum rasant in die Höhe schießen. Im Bundesdurchschnitt steigen die Immobilienpreise hingegen langsamer, die Mieten nach einer Analyse teilweise gar nicht mehr.

Hypotheken sind günstig wie nie, alternative Geldanlagen rar: Auch deshalb klettern die Kaufpreise für Wohneigentum in Deutschland munter weiter. Das gilt vor allem für Großstädte, die immer mehr Menschen anziehen.  

Insgesamt lasse die Dynamik beim Preisanstieg bei Wohneigentum aber nach, betonte der Immobilienverband IVD am Donnerstag bei der Vorlage des neuesten Wohn-Preisspiegels in Frankfurt. Für eine bestehende Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert würden derzeit 1082 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr, nachdem die Preise 2013 noch um 5,3 Prozent gestiegen seien.  

„Damit liegt das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungenimmer noch zehn Prozent niedriger als vor 20 Jahren“, sagte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick. Denn nach dem Immobilienboom der 1990er Jahre seien die Preise für Wohneigentum lange Zeit überproportional zurückgegangen. Erst seit 2010 sei ein Aufholprozess zu beobachten.

Preise in Metropolen

Allerdings verteuern sich Eigentumswohnungen in Großstädten deutlich schneller als im Bundesschnitt – und schneller als im Vorjahr. So koste der Quadratmeter in Städten mit mindestens 500 000 Einwohnern im Schnitt 1689 Euro und damit 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr: Der Vorjahresanstieg lag bei 7,8 Prozent. „Immer mehr Menschen wollen sich mit dem Kauf der eigenen vier Wände von der Entwicklung der Mieten unabhängig machen und nutzen das derzeit niedrige Zinsniveau zum Wohnungskauf. Damit tragen sie zur Aufwärtsbewegung der Kaufpreise für Eigentumswohnungen bei“, sagte Schick. 

Surftipp:

IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling begründet die Entwicklung zudem mit der wachsenden Bevölkerungszahl in den Metropolen: „Der Wohnungsneubau kann damit nicht mithalten – auch wenn das Neubauvolumen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.“  

Größter Anstieg in München, Hamburg und Berlin

So stiegen die Preise mit 14,29 Prozent in München erneut besonders kräftig: Nach den IVD-Angaben müssen Käufer dort derzeit 3600 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung mittleren Wohnwerts bezahlen. Mit großem Abstand auf Platz zwei folgt Stuttgart (2245 Euro, +9,87 Prozent) vor Hamburg (2100 Euro, +10,53 Prozent). Deutlich günstiger bleibt Berlin mit 1750 Euro pro Quadratmeter – allerdings ist die Entwicklung dort rasant (+ 12,9 Prozent). „Die Preise werden weiter steigen, aber sie schießen nicht in die Höhe“, prognostiziert Schick. In einigen Metropolen seien zweistelligen Plusraten allerdings weiterhin möglich. 

 

Hingegen hat sich die Mietentwicklung in Deutschland nach der Analyse spürbar verlangsamt. Im Durchschnitt koste eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert – die nach 1949 entstand – derzeit 5,78 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. Das seien 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte IVD. Im vergangenen Jahr hatte der Preisanstieg noch bei über drei Prozent gelegen. In vielen Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt und Dresdensowie Bonn und Wiesbaden seien die Mieten gar nicht gestiegen.
 
Ursprünglich veröffentlicht:

Berlins teuerste Bezirke

Berliner Eigentumswohnungen werden immer teurer! Besonders die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Pankow sind von der Explosion der Kaufpreise stark betroffen: Hier sind für Immobilienkäufer kaum noch Schnäppchen drin!
 

Denn wer sich eine Wohnung in einem dieser beliebten Bezirke kaufen möchte, der sollte die Taschen ordentlich voll haben: Eine gebrauche Eigentumswohnung kostet hier durchschnittlich mehr als 2.000 Euro pro Quadratmeter!

Anders sieht es hingegen im Bezirk Spandau aus: Wer eine Immobilie im Westen von Berlin erwerben möchte, der findet hier Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von circa 1.049 Euro. Das geht aus dem Kaufpreisspiegel hervor, den die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) veröffentlicht hat. Die Grundlage sind hierbei die Verkaufsangebote in den Berliner Tageszeitungen für Wohnungen in der Größe zwischen 60 und 120 Quadratmetern.

Friedrichshain-Kreuzberg: teuerste Bezirk von Berlin

Demnach werden die höchsten Durchschnittspreise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Friedrichshain-Kreuzberg verlangt. Hier liegt der derzeitige Quadratmeterpreis bei circa 2.140 Euro. Doch es geht noch besser: Die Spitzenpreise liegen in diesem Bezirk sogar bei 2.649 Euro!

Mitte: liegt auf dem zweiten Platz

Zu dem zweitteuersten Bezirk von Berlin zählt Mitte. Hier gibt es die typischen Angebotspreise von 2.050 Euro pro Quadratmeter, aber auch Höchstpreise von knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter.

Pankow: ebenfall teuer

Ähnlich sieht das Ganze auch in Pankow aus. Die Durchschnittspreise haben sich hier bei 2.250 Euro verankert. Aber es gibt auch Spitzenwerte, in einer Höhe von 2.634 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Pankow mit Friedrichshain-Kreuzberg fast gleich auf.

Die Studie bestätigt zudem, dass in allen drei Bezirken ein Berliner Durchschnittshaushalt mehr als das Sechsfache seines Jahreseinkommens aufbringen, um eine Wohnung aus dem Bestand zu erwerben.

Lichtenberg: eine mögliche Alternative

Wer mit diesen Preis-Entwicklungen nicht mithalten kann, der sollte sich lieber eine Wohnung in einem anderen Bezirk von Berlin suchen. Ein mittleres Preisniveau herrscht beispielsweise in dem Bezirk Lichtenberg. Hier liegt der Quadratmeterpreis für eine Wohnung bei 1.406 Euro.

Tempelhof-Schöneberg sind mit einem Preis von 1.611 Euro pro Quadratmeter wesentlich preiswerter, als Friedrichshain-Kreuzberg oder auch Mitte.

Auch in Steglitz-Zehlendorf sieht die Wohnsituation derzeit besser aus: Immobilienkäufer müssen hier mit einem Preis von 1.656 Euro pro Quadratmeter rechnen. Das bedeutet, dass Käufer für eine gebrauchte Eigentumswohnung in Steglitz-Zehlendorf etwa das Vier- bis Fünffache ihres Jahreseinkommens aufwenden müssen.

Originalbeitrag lesen:

news.immobilo.de/2014/10/29/berlins-teuerste-bezirke